Ein Energiepass ist für alle Hausbesitzer, die ihre Immobilie vermieten, verpachten oder verkaufen wollen, zur Pflicht geworden. Damit ist beabsichtigt, den Interessenten die Möglichkeit zu geben, sich vor der Entscheidung für oder gegen eine Immobilie über die Energieeffizienz zu informieren. So soll eine Lenkwirkung erreicht werden, denn die meisten Menschen werden sich im Zweifel für das effizientere Haus entscheiden.
Der Energieausweis ist aber nur eine Maßnahme, die den Klimaschutz in Deutschland fördern soll. Doch gerade an ihm erkennt man sehr gut, dass Klimaschutz meist einhergeht mit positiven wirtschaftlichen Folgen. Wenn ein Hausbesitzer aufgrund des Energieausweises in die Isolierung seiner Immobilie investiert, können künftige Mieter oder Käufer sehr viel Geld sparen. Die laufenden Kosten sinken und das gesparte Geld kann anderweitig investiert werden. Im besten Fall fließt es zurück in die Wirtschaft und kommt so der Konjunktur zugute. Das klingt sehr einfach und im Prinzip ist es das auch.
Man halte sich nur vor Augen, wie gut Deutschland aufgestellt sein könnte, wenn schon in den 1980er Jahren Instrumente wie der Energieausweis eingeführt worden wären. Doch leider reagiert die Öffentlichkeit und damit auch die Politik erst dann, wenn es schon fast zu spät ist. In Zukunft sollte sich dies wenigstens gelegentlich ändern.

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